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Danke erst mal für eure Rege Anteilnahme an meinem Wettkampf - 550 Zugriffe in 24 Stunden waren echt der Hit!

Am Donnerstag in der Früh ging es mit gepacktem Hänger los Richtung Slowenien. Den ersten Zwischenstopp gab es in Graz, wo ich Wolfgang am Bahnhof eingesammelt habe. Kurz vor Bad Radkersburg haben wir dann in einem total netten Gastgarten in der Sonne noch eine riesen Portion Spaghetti verputzt. In Bakovic angekommen habe ich mich gleich angemeldet und dann haben wir uns ein super Plätzchen am Eck zwischen Rad und Laufstrecke zum Zelten gesucht. Neben uns waren auch schon Harald und Michael (auch 2österr. Starter). Mit vereinten Kräften waren schnell unsere beiden Zelte zum Schlafen und Versorgungen aufgebaut.

Danach ging es auch schon zur Startunterlagenausgabe in Murska Sobota. Mitten in der Stadt gab es die offizielle Eröffnung. Erst Blasmusik, dann Fallschirmspringer ... Anschließend sind wir nach den Ländern, aus denen wir waren, einmarschiert + das übliche bla bla... Im Hotel letztes Carboloading mit vielen leckeren Sachen. Doch dann ging es auch direkt ab in den Schlafsack. Wie so oft hat mich der ganze Wettkampf doch sehr beschäftigt. Das hieß meine Nacht war bereits 4.30 Uhr vorbei. Wahnsinn was in so einem kleinen Dorf so früh schon alles passiert. Hunde die alleine ihr erste Runde drehen und neugierig unsere Zelte inspizieren, Katzen, die sich am Bauernhof fürs Frühstück treffen, ab 5Uhr dann halbstündig die Kirchenglocken, ab 6Uhr Straßenreinigungsarbeiten ...

Als die ersten Sonnenstrahlen auf unser Zelt kamen, gab es ein leckeres Frühstück. 8Uhr war schon der Radcheck. Wolfgang hatte sich inzwischen übrigens fix entschlossen mich nicht nur zu betreuen, sondern selbst zu starten. Wir schauten uns also gleich noch die Schwimmstrecke an und räumten auch die Wettkampfverpflegung zusammen. Manu war nämlich auch schon sehr früh da! Während wir dann 11 Uhr in die Ambulanz zum Doping-Test mussten, hat Manu Mittagessen gekocht-voll lieb. Jetzt stieg auch die Spannung immer mehr. Etwas Ablenkung gab es noch als Dietrich ankam und dann ging es auch schon zu See. Es war so heiß das man eigentlich schon vom Neo anziehen total am Ende war. Also schnell in Wasser und noch etwas einschwimmen. Aber auch das Wasser war sehr warm und gab keine wirkliche Abkühlung.

16 Uhr - 3,2,1 Start und alle schwammen los! Es war ein Dreieckskurs, den es 20 Runden zu durchschwiStartmmen galt. Ich habe versucht von Anfang an mein Tempo zu schwimmen und an Marcos Technik T ipps zu denken (lang machen, gleiten ...). Es ging ganz gut, doch schon bald hat mich Sarka (Dame aus CZ ) überholt. Obwohl man es weiß, macht man immer den gleichen Fehler ... Ich dachte das darf doch nicht sein ... Schwimmen ist meine Strecke und ich will als Erste aus dem Wasser, also gas geben und dran bleiben. Statt aber weiter sauber zu schwimmen, habe ich meine Frequenz erhöht, bin kürzer geschwommen und habe natürlich mehr Kraft gebraucht ... Irgendwann bin ich wenigstens drauf gekommen und habe sie schwimmen lassen müssen und bin sauber mein Tempo zu Ende geschwommen. Schon hier ist beim Zählen einiges schief gegangen-einige von uns mussten eine Runde zu viel schwimmen- natürlich war auch ich dabei (die führende aber auch) - 2h48min - war grausam! Egal es war ja gerade mal der kürzeste Teil des Rennens vorbei.

Auf dem Rad ging es mir echt gut. Da es inzwischen 19 Uhr war, waren auch die Temperaturen sehr Vicki_Rad_Morgen2angenehm. Die führende Dame war auch sehr stark-wir kämpften sehr hart um jede Runde. Es wurde immer dunkler - damit leider auch etwas gefährlich, denn ich glaube, dass jeder Einwohner mind. 2 Katzen besessen hat. Die haben sich abends dann auf Mäusejagd begeben und immer wieder unsere Straße gekreuzt. Wolfgang konnte einer Katze nicht mehr ausweichen, hat sie leicht erwischt und ist dabei gestürzt. Aber zum Glück nicht zu schlimm! Dann wurde es aber wieder ruhiger (zumindest von den Katzen)-smile! An der Strecke haben uns nach wie vor alle toll angefeuert und damit super unterstützt! Es lief super und ich war viel schneller als beim letzten Wettbewerb - insgesamt 1h 20 min (vielleicht lag es an den tollen Felgen, die mir Bertram für den Wettbewerb geliehen hatte) und trotzdem ging die führende vor mir auf die Laufstrecke. Anette die auf Platz 3 lag gab auch ziemlich gas. Leider hat sie beim Schwimmen sehr lange gebraucht und nach insgesamt 19Stunden wurde die Radstrecke gesperrt. Für sie hieß es das ihr 6 Runden gefehlt haben, um weiter im Wettkampf bleiben zu dürfen!

Ich konzentrierte mich inzwischen ganz auf die Laufstrecke. Schon in der Wechselzone habe ich etwas Vicki_Laufen1Zeit aufholen können und das Laufen fühlte sich so locker und einfach an - toll! Aber auch bei ihr lief es sehr gut, allerdings hat Sarka sehr verbissen um jeden Meter gekämpft-ich glaube, dass ich während des ganzen Wettkampfes nicht einmal ein Lächeln in ihrem Gesicht gesehen habe! Wolfgang hatte inzwischen 3 Runden Vorsprung-wurde aber immer langsamer. Als ich auf seiner Höhe war, motivierten wir uns gegenseitig und liefen fast alles gemeinsam. An einem Stück ging die Strecke am Festzelt vorbei. Wir lernten den Slowenen + Besuchern, wie man die Welle macht. Es war toll, denn von Runde zu Runde wurde die Stimmung gigantischer und die Leute jubelten uns extrem zu. Da schon zeitig die komplette Zeitnehmung abgestürzt war, musste der Veranstalter auf Handzählung umstellen. Wir hatten natürlich selbst auch mit gezählt+alle Rundenzeiten notiert und andere auch. Wir bemerkten das mir 2 Runden fehlten und legten Einspruch ein. Trotz 2 verschiedenen neutralen Beweisen gab es kein Einsehen. Im Gegenteil sie waren scheinbar so beleidigt, dass ich, auch wenn ich gerade die 37. Runde beendet hatte, das nächste Mal immer noch bei Runde 37 war. Ich lief nach wie vor mit Wolfgang und einem Slowenen zusammen- während Wolfgang inzwischen nur noch 8 Runden hatte (wobei er eine runde Pause gemacht hat) waren es bei mir noch 17! Da wir die einzigen waren die die ganze Zeit Stimmung gemacht haben und zusammen gelaufen sind hätte ich max. 10 / 11 Runden haben dürfen. Jeder Zuschauer im Zelt konnte des bestätigen und doch kein Einsehen vom Veranstalter. Sie wurden eher noch saurer. Ich hatte alles gegeben um in der Endzeit unter 29 Stunden zu kommen-das wäre auch drin gewesen (es wären ca. 28h 46min gewesen). Dementsprechend teilt man ja auch seine Kräfte ein. Sowohl meine Nerven von den Diskussionen (da haben sich Manu und Dietrich super eingesetzt) als auch meine Kräfte waren ziemlich am Ende. Wenn es nicht um den Worldcup gegangen wäre, hätte ich wahrscheinlich alles hingeschmissen und aufgehört. Ich hätte (habe zwischendurch einfach mal richtig geheult) - aber dank aller Helfer und aller anderen Sportler, die ja inzwischen alles mitbekommen hatte, haben sie mich nur noch mehr angefeuert. Immer wieder sagten sie mir ich solle das durchkämpfen und denen nicht auch noch den Gefallen tun und aufgeben! Michael Gärtner (der IUTA-Präsident) hat netterweise die letzten 10 Runden selbst noch mit gezählt damit es nicht noch mehr würden. Danke! Nach fast 10 Zusatzkilometern erreichte ich dann nach 30h 37min in immer noch neuer Bestzeit (zu Neulengbach) auch das Ziel!

Die Siegerehrung war inzwischen zwar schon vorbei (denn scheinbar wollte man auf die zweitplatzierte nicht warten), aber meinen tollen Pokal hab ich halt gleich bekommen! Der Veranstalter hat sich zwar bei mir entschuldigt (wahrscheinlich das ich beim Interview nichts Schlechtes sage)-kurz danach wurde dann das versprochene Preisgeld nicht ausbezahlt, da angeblich die Dritte nicht das Ziel erreichte. Echt der Hammer-ich habe noch nie eine so unsportliche Veranstaltung erlebt! Sicher werde ich hier nie wieder starten. Im Nachhinein kam übrigens heraus das Es mehreren so ging!

Egal-ich habe bis zum Ende gekämpft und bin daher im Worldcup zweite! Vielleicht hält das ja bis zum Saisonende. Es gibt immerhin nur noch 2 Rennen in den USA und Mexico wo derzeit keiner der bisherigen Starter gemeldet ist!

Tausend Dank aber noch einmal an Dietrich und Manu die mir diese tolle Saison ermöglicht habe! Alleine kann man so etwas gar nicht schaffen! Danke auch an Marco - der beste Trainer der Welt, der mir ja nun schon einige Zeit meine Trainingspläne daraufhin abgestimmt hat!

Ein ganz, ganz Großes danke schön auch an meinen Verlobten Dominik, der mich die ganze Saison unterstützt hat und hingenommen hat das sich unsere Tages - und Wochenendplanung nach dem Trainingsplan richten musste!

Danke auch an euch alle die immer mit mir gefiebert haben und mich motiviert habt!

Nicht zu vergessen natürlich alle die mich finanziell oder in Form von Bekleidung, Training oder wie auch immer unterstützt haben. Ehrlich gesagt wäre das Ganze sonst nicht einmal finanzierbar gewesen! Ich bin auch übrigens auch sehr happy mit meinem neuen Job bei den Wagners im Radgeschäft die meinen Sport unterstützen - Danke!

Jetzt heißt es regenerieren und einfach mal nichts machen-toll!



11:45: Vicki hat die ersten 10,5 km geschafft (8,9 km/h Durchschnitt)
 

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