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09.-11.09.2011 Double Ultra Triathlon Neftenbach


Angereist sind wir (Dominik und seine Mom) diesmal schon am Donnerstag Abend. So konnten wir in Ruhe alles aufbauen und noch gemütlich Abendessen. Dominik und ich haben im Jumpy geschlafen den wir netter Weise von Stefan Kappacher / Citrön Frey bekommen haben und seine Mom im Zelt. Wir waren schon relativ zeitig wach, also gab es lecker Frühstück. Dann machten Christa und ich uns auf die Suche nach einem Eurostecker-ohne den ging Koch und Lichtmässig nämlich nichts!

Neftenbach Double Ultra Triathlon

Thomas, Paul und ich sind dann mal die Strecke abgefahren - gar nicht so einfach und einen ordentlichen Stich haben sie auch eingeschummelt. Nach einer riesen Portion Spaghetti ging es dann 14 Uhr zum Ortsarzt zur Dopingkontrolle - mit 36,5 Hämatokrit war ich glaub ich Tiefstsieger. Danach ging es eigentlich auch Schlag auf Schlag. Racebriefing und kurz danach Pasta Party mit Atheletenvorstellung. Allerdings ging es bei uns natürlich schon kurz nach 8 Uhr ins Bett (Auto). Esther die uns noch unterstützen sollte kam erst 22.30 Uhr an - ihr Zelt hatten wir dafür schon fertig.
Mein Wecker klingelte dann kurz vor 5 Uhr. Es gab gleich erst einmal Frühstück damit das gut verdaut war bis zum Schwimmstart. Inzwischen stand auch Christa auf, wir brachten das Rad in die Wechselzone und dann hieß es auch schon Neo anziehen und ab ins Wasser zum einschwimmen. Pünktlich wie die Schweizer sind viel Punkt 7 Uhr der Startschuss. Die ersten 4 Bahnen gingen unglaublich gut und ich dachte ich könnte heut Bäume ausreißen - allerdings haben mir meine Arme dann schnell diese Illusion genommen. Ich hab sicher 40min ganz schön gekämpft bis es dann wieder locker dahin ging. Nach ca 2,5 std stieg ich dann als 2. Dame aus dem Wasser. Dominik half mir beim umziehen-vor allem die Kompressionssocken sind echt mühsam anzuziehen wenn man nasse Füsse hat. Dann ging es auch schon auf die Radstrecke. Ich habe gleich erst einmal versucht etwas mehr gas zu geben, allerdings mit hoher Trittfrequenz damit sich möglichst viele km im hellen ausgehen. Leider fingen mir schon bei etwa 80km die Fußsohlen unerträglich zu brennen an. Ich konnte kaum noch meine Zehen spüren geschweige denn weiter Druck aufs Pedal geben. Dominik hat mir dann zum einen die Schuhplatten ganz nach hinten ummontiert und die Füße durchmassiert.
Vicki Neftenbach
Wir haben die Schuhe d ann fast komplett offen gelassen und so rettete ich mich wenigstens immer 2 Stunden weiter. Zwischendurch hatte ich echt geglaubt aufgeben zu müssen, doch immerhin hatte ich bei diesem Rennen die Chance den Gesamtweltcup zu fixieren und die teure Reise in die USA könnte ich mir dann auch sparen. Also hab ich km für km gekämpft. Während die erste Dame einen deutlichen Vorsprung hatte waren wir 3 anderen Damen immer eng beeinander und trafen uns in der Wechselzone. Während die beiden anderen erst einmal in Ruhe aßen machte ich mich gleich auf die Laufstrecke. Komischerweise ging das Laufen gar nicht so schlecht. Ich fand ein Tempo das ich langsam vor mich hin lief. Da meine Fußsohlen noch immer recht brannten musste ich auf einer Strecke (ca 700m) die aus Schotter war -  gehen. Die restliche Strecke bin ich dann gerannt. Auf diese Weise konnte ich mir einen kleinen Vorsprung auf Platz 3 - auf Alexandra - herauslaufen. Sie war aber total nett - wir haben immer wieder eine Runde zusammen gedreht und dabei gequatscht (auch mit ein paar Jungs). Kurz vor Ende lag ich noch 2 Runden vor Alexandra - sie gab auf einmal echt gas was für mich hieß mitlaufen - zum Glück hat sie das nach 2 Runden wieder aufgegeben. Wir sind noch eine Runde zusammen gegangen und dann hab ich mir die Fahne geholt. Die letzte Runde ging es nun gemeinsam mit Esther, Christa und Dominik entgegen der Laufrichtung und wir verabschiedeten uns von den anderen die noch im Rennen waren. Es war ein gigantisches Gefühl dann die Ziellinie zu überqueren. Zum einen hatte ich mir den 2. Platz hart erkämpft und nun war es sicher ..... Gesamtweltcupsieg 2011...... ein unglaubliches Gefühl. Alles was ich erreichen wollte, wofür ich so viel aufgegeben hatte ist hiermit in Erfüllung gegangen!
Das meiste hatte mein Team schon während der letzten Runden zusammen gepackt - so konnten wir noch auf Alexandras Zieleinlauf warten. Da es so warm war hatten wir ausgemacht danach noch eine Runde ins Schwimmbad zu springen. Das hat unglaublich gut getan! Nun hieß es den Rest packen und noch etwas die Füße hoch legen. Allerdings ging das nicht so lange, denn bereits 19Uhr fand die Siegerehrung statt. Wir sind kurz vorher hin und haben gleich noch Abendbrot gegessen (Spaghetti natürlich)! Die Siegerehrung selbst war toll gemacht - ich hatte so gas gegeben das ich den tollen Pokal mit der Weinrebe bekomme - und dann waren das die Trostpreis Pokale.... aber wir durften uns am Ende doch noch einen aussuchen (zum Glück). Anschließend ging es sofort ins Auto. Es hatte inzwischen zu regnen angefangen so das es für Dominik eine echt harte Rückfahrt wurde. Ich bin immer wieder eingeschlafen und hätte sicher keinen Meter fahren können. Sitzen war auch kaum noch möglich so das wir immer mal wieder ne kleine Pause einlegten. Das letzte Stück übernahm dann Christa.
Daheim sind wir nur noch ins Bett und da ich kurz entschlossen von Sibylle frei bekommen hatte hieß es auch ausschlafen!
 
Ich kann es noch gar nicht fassen! Ich bin nun die erste Frau die 4 Double Ironman in einer Saison finishen konnte und bin Gesamtweltcupsiegerin!!!!

Eure Vicki



 

Eine unglaubliche Herausforderung und auch Erfahrung war das Rennen/Training mit MTB und Laufen durch den Oman - ich kann sagen das ich bisher nichts schöneres erlebt habe!

Der Oman ist ein Land das einen in seinen Bann zieht. Vieles wird der "normale" Tourist sicher nie zu sehen bekommen, aber mit dem Bike oder auch zu Fuß kann man die unglaublich schöne Natur noch ganz ungestört bewundern.

Den ersten Tag haben wir genutzt um die ganze Verpflegung einzukaufen, die Autos zu packen und noch unseren ersten Pressetermin wahrzunehmen. Es war auch super damit wir uns als Team etwas genauer kennen lernen konnten. Henrik, Daniel, Dietmar, Monika und Brigitte waren als Fahrer dabei. Monika wollte zusammen mit Kester auch mal ein Stück mit in der Wüste laufen. Martin war als Fotograf und Technik Guru für alle Aufzeichnungen mit und als Starter Dietrich, Jörg, Martin, Martin Chef, Mark, Steffen und Vicki. Jörg hatte mit seiner Frau Laila und Tochter Inaya das individuelle Betreuerteam dabei und sie feuerten uns immer kräftig mit an!

 

 

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